5 Tipps, um einfach bessere Finanzentscheidungen zu treffen

Wie gut bist du in Entscheidungen treffen? Wie wäre es für dich, wenn du einfach bessere Finanzentscheidungen treffen könntest? Was würde sich verändern?

Als mein Mann und ich dieses Jahr gebaut haben, gab es mehrere Termine bei unserem Bauträger. Im Sommer trafen wir uns, um zu besprechen, welche Zimmertüren wir bekommen und wie die Fensterbänke aussehen sollen.

Es gab eine Menge Einzel-Entscheidungen zu treffen:

– Aus welchem Material sollen die Türen sein? (Glas oder Holz)

– Welche Farbe?

– Klares Glas oder mattes Glas?

– Mit Motiv oder ohne? (Wenn mit, welches Motiv?)

– Nach innen oder außen aufgehend?

– Links oder rechts angeschlagen?

 

Ähnlich war es bei den Fensterbänken:

– Aus welchen Material sollen die Fensterbänke sein?

– Welche Farbe?

– Wie tief sollen sie sein?

– uvm.

 

Wir waren nach ca. 1,5 Stunden fertig. Der Chef der Firma war echt erstaunt, wie schnell und sicher wir uns waren. Und das hatte einen guten Grund: Wir wussten ganz genau, wie es am Ende aussehen sollte.

Ganz ähnlich ist es, wenn du vor der Aufgabe stehst, eine Geld- oder Finanzentscheidung zu fällen. Hier sind meine 5 besten Tipps, wie auch du einfach bessere Finanzentscheidungen treffen kannst.

 

Tipp #1: Habe am Anfang das Ende im Blick

 

Oder anders ausgedrückt: Setze dir ein klares Ziel.

Wo genau stehst du finanziell in 5, 10 oder 20 Jahren? Welchen Wunsch möchtest du dir mit diesem Geld erfüllen? Willst du vielleicht auch bauen? Deinen Kindern die bestmögliche Ausbildung finanzieren? Oder mit 55 Jahren in Rente gehen?

Ganz egal was es ist, werde so konkret wie möglich. Was möchtest du wann, wie erreichen und WARUM? Um meine Ziele so genau wie möglich aufzuschreiben, hilft es mir nach der sogenannten S.M.A.R.T – Formel vorzugehen.

S = spezifisch
M = messbar
A = attraktiv
R = realistisch
T = terminiert

Im Fall unseres Hausbaus bedeutete das:

Spezifisch: Bau eines Einfamilienhauses mit integriertem Büro, Gesamtfläche: 160 qm
Messbar: Ganz klar ja. Gesamtkosten ca. 450.000 € bis 480.000 €
Attraktiv: Ja sicher! Wir haben mehr Platz, einen eigenen Garten, der Hund Auslauf, ich kann von zu Hause aus arbeiten,…
Realistisch: Ja, weil wir hatten mehr als 60% Eigenkapital und ich spare mir die Büromiete von ca. 550 €, welches zur Tilgung der Restsumme genutzt wird
Terminiert: Einzug Oktober 2017 (tatsächlich sind wir am 23.09.17 eingezogen)

 

Übersetzt auf ein weiteres mögliches Finanzziel kann das bedeuten:

Spezifisch: Der eigenen Tochter das Studium an einer privaten Hochschule ermöglichen
Messbar: Gesamtkosten bis Bachelor-Abschluss 61.920 €
Attraktiv: Ganz bestimmt! Eine glückliche Tochter, die die besten Berufschancen hat
Realistisch: Ja! Spare monatlich ab Geburt deiner Tochter bis zu ihrem 18. Lebensjahr das Kindergeld und lege es zu 5% an
Terminiert: Erklärt sich von alleine.

Mit der S.M.A.R.T – Formel wird es auch dir gelingen, einfach bessere Finanzentscheidungen zu treffen. Ich lade dich dazu ein, es einfach mal auszuprobieren :-).

 

Tipp #2: Erkenne das Problem

 

Glaubst du eine größere Auswahl zu haben, wo wir unser Geld anlegen können, bedeutet gleichzeitig mehr Freiheit? Ich glaube, die meisten würden diese Frage mit „Ja“ beantworten. Um Vermögen aufzubauen hast du wahnsinnig viele Möglichkeiten:

– Du investierst dein Geld in Aktien, Investments, Fonds, ETFs.

– Du legst dein Geld bei Bausparkassen an.

– Du schließt eine oder mehrere Rentenversicherung ab.

– Du nutzt die Möglichkeit von Tages- und Festgeldkonten.

– Du spekulierst mit Kryptowährungen.

Das Problem: Es gibt ca. 39.000 Aktien, Investment, Fonds und ETFs weltweit. Du kannst zwischen 21 Bausparkassen wählen. Bei ca. 80 Lebensversicherungsgesellschaften kannst du eine Rentenversicherung abschließen. Bei über 38.000 Bankfilialen in Deutschland gibt es die verschiedensten Angebote für Tages und Festgeldkonten. Nicht zu vergessen der neueste Schrei, die Kryptowährungen.

Ist das nun wirkliche Freiheit? Oder ist das schon eine Frechheit der Finanzindustrie, dich als Anleger komplett zu verwirren? Wie fühlst du dich bei diesem riesen Angebot? Erschlagen? Entmutigt? Überfordert?

 

Tipp #3: Entdecke dein eigenes Potenzial

 

Meine Mandantin Claudia saß nach unserem zweiten Termin mit großen Augen vor ihren Unterlagen. Sie konnte nicht glauben, dass sie über die Jahre doch schon so viel Vermögen angespart hatte.

Sie zahlte bereits über 15 Jahre in eine Kapitallebensversicherung ein, vor 8 Jahren hat sie eine fondsgebundene Rentenversicherung abgeschlossen und sie hatte noch ein „vergessenes“ Depot. Ihre Eltern hatten vor 21 Jahren 10.000 DM angelegt und vor Jahren auf Claudia übertragen. Doch darum gekümmert hat sie sich nie.

Summa summarum belieft sich ihr Vermögen auf ca. 75.000 €.  Claudia war super glücklich, denn ihr größtes Ziel ist es, sich ein Jahr Auszeit zu nehmen, um endlich ihr Buchprojekt zu verwirklichen. Vor unserer Zusammenarbeit war ihre größte Angst, dass könne sie sich niemals finanziell erlauben.

Gemeinsam haben wir eine Lösung gefunden. Wie vermögend bist du heute schon?

 

Tipp #4: Entlarve deine Denkfehler

 

„Aktien sind gefährlich! Ich will mein Geld absolut sicher anlegen. Mit Verlusten kann ich nicht umgehen.“ Diese Aussagen und andere höre ich immer wieder.

Sind Aktien wirklich gefährlich? Wie kann es sein, dass andere damit Renditen von 9%, 10% oder sogar 15% erzielen? Haben die einfach nur Glück, oder kann es sein, dass sie einfach nur „anders“ über Aktien denken?

Was bedeutet heute sicher anlegen? Wer sein Geld auf Tagesgeldkonten, in Bausparverträgen oder der sehr beliebten Lebensversicherung einzahlt, verliert oftmals Geld. Das ist den meisten Menschen jedoch gar nicht bewusst. Warum ist das so? Das zeige ich dir an einem kleinen Rechenbeispiel:

Auf deinem Tagesgeldkonto liegen aktuell 20.000 € und du sparst monatlich 250 € ein. Aktuell bekommst du 0,5% Zinsen. In 10 Jahren liegen deine Ersparnisse dann bei 51.789,98 € (davon hast du 50.000 € selbst eingezahlt!).

Bei einer Inflationsrate von 2,80 % sind diese 51.789,98 € jedoch in 10 Jahren nur noch 39.292,95 € wert. Oder anders ausgedrückt: Um dir Waren und Dienstleistungen im Wert von 51.789,98 € in 10 Jahren leisten zu können, musst du dann schon 68.261,67 € in die Hand nehmen.

Das es eine Inflationsrate gibt, Waren und Dienstleistungen dadurch immer teurer werden, ist uns allen bewusst. Welche Auswirkungen es auf unsere finanziellen Rücklagen hat, jedoch nicht.

Bildhaft gesprochen kannst du dir es so vorstellen: Du sparst Geld in deine Hosentasche und diese hat ein kleines Loch. Du weist es und trotzdem stopfst du jeden Monat wieder Geld in die Hosentasche. Monat für Monat, Jahr für Jahr verlierst du etwas von deinem Geld.

Wer so spart, geht reale Verluste ein.

 

Tipp #5: Liebe deine Entscheidung

 

Ich liebe unser Haus und wir würden fast alles wieder so machen. Ok, der Technikraum und das Wohnzimmer könnten etwas größer sein und unsere Fensterbänke im nachhinein etwas tiefer. Doch das ist Jammern auf einem verdammt hohem Niveau.

Wir Menschen neigen oftmals dazu, nach einer Entscheidungsfindung vermeintlich immer das zu sehen, was eventuell hätte besser laufen können. Dabei übersehen wir zu gerne, welche Vorteile diese mit sich bringt.

Manchmal höre ich Kunden sagen: „Da hätten wir früher verkaufen können oder da hätten wir später einsteigen sollen.“ Ja richtig. Das hätte uns vielleicht 0.2% oder 0,4% mehr Rendite gebracht  Nur ist das wirklich wichtig, wenn das Depot die letzten 5 Jahre bereits eine Rendite von 7% erzielt hat?. Keiner von uns hat eine Glaskugel. Keiner von uns kann die Zukunft vorhersagen. Hauptsache ist, wir sind auf einem guten Weg.

Wenn du weist, deine bisherigen Geldanlagen waren haben weniger als 2% Rendite erzielt (unterhalb der Inflationsrate) und du weist, dass du bisher mit deinen Finanzen nicht wirklich auf einen grünen Zweig gekommen bist, dann musst du etwas ändern! Auch wenn anfangs eine neue Anlagestrategie außerhalb deiner Komfortzone liegt und du dich mit ihr erst anfreunden musst, lerne deine Entscheidung zu lieben und trainiere deinen Entscheidungsmuskel.

 

Dabei wünsche ich dir ganz viel Spaß, einfach bessere Finanzentscheidungen zu treffen.

 

Herzliche Grüße

 

Sylvia

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© 2018 Sylvia SchneideR