Fünf Gründe eine Finanzentscheidung zu vertagen

 

Fast tagtäglich haben wir mit Geld zu tun. Mehrmals in der Woche treffen wir Finanzentscheidungen. Bei den meisten davon geht es um sehr kleine bis kleine oder auch mittlere Beträge. Diese Summen auszugeben fällt uns sehr leicht. Wir denken oftmals gar nicht bewusst darüber nach. Viele Ausgaben gehören einfach zum täglichen Bedarf und müssen somit sein.

Liegen wir mit einer Ausgabe mal daneben, ist es nicht weiter tragisch. Dieser Fehlkauf fällt oftmals nicht weiter ins Gewicht. Lehrgeld zahlt jeder mal im Leben.

Doch bei wirklich wirklich wichtigen und richtig großen Finanzentscheidungen müssen Sie hellwach sein. Diese Überlegungen müssen genauestens unter die Lupe genommen werden. Fehler führen unausweichlich zu gravierenden Konsequenzen. Sie könnten alles was Sie bisher besitzen verlieren, Ihre Familie kehrt Ihnen den Rücken zu, Sie verlieren vielleicht Ihr Geschäft.

Das kann niemand wollen. Daher Augen und Ohren auf, wenn Sie sehr große Summen investieren, Sie eine große Geldsumme finanzieren und / oder wenn Sie sich langfristig binden.

Fünf gute Gründe sprechen dafür, eine solche Finanzentscheidung unbedingt zu vertagen.

 

1. Sie haben nicht alles verstanden

 

Mal angenommen Sie sind Privatpatient und Sie hätten eine wirklich große Zahn-OP vor sich. Nach der Vorbesprechung wissen Sie nur ungefähr Bescheid. Was genau gemacht werden soll, ist Ihnen unklar.  Die Dauer der OP ist Ihnen in etwa bekannt und auch, welche Kosten auf Sie zukommen werden. Den Heil- und Kostenplan hat Ihnen die Zahnarzthelferin mitgegeben.

Wie fühlen Sie sich?

Denken Sie jetzt: „Top Arzt, super Aufklärung, ich weiß genauestens Bescheid, da fühle ich mich in super guten Händen?“ Oder eher: „Ich habe nur Bahnhof verstanden. Der Arzt hat sich nicht mal die Mühe gemacht, mir das verständlich zu erklären. Die wollen doch nur mein Geld. Ich habe überhaupt kein Vertrauen.“

Würden Sie sich von diesem Arzt operieren lassen? Oder holen Sie sich doch lieber eine zweite Meinung ein?

Sofern es Ihnen mit einer aktuellen Finanzentscheidung so ähnlich geht, wie mit meinem fiktiven Zahnarztbeispiel, dann unterschreiben Sie im Zweifel nichts. Lassen Sie die Finger davon und holen Sie sich eine zweite Meinung ein.

 

2. Kein gutes Bauchgefühl

 

Kennen Sie solche Situationen? Sie wollen eine sehr wichtige Finanzentscheidung treffen. Ihr Verstand hat ganz klar gesagt: „Ja mach das. Das ist eine gute Entscheidung.“ Sie hatten bei diesen Gedanken jedoch gleichzeitig ein absolut schlechtes Gefühl in der Magengegend. Kommt Ihnen das bekannt vor?

Sie sind schlussendlich Ihrem Verstand gefolgt. Sie haben eine „vernünftige“ rationale Entscheidung getroffen, die sich im nachhinein als totaler Reinfall entpuppt hat.

Ich kenne das. Ich bin heute teilweise noch ein sehr kopflastiger Mensch. Oftmals habe ich  meine innere Stimme nicht zu Wort kommen lassen. In der heutigen Zeit haben wir es leider verlernt, auf genau diese innere Stimme zu hören. Dabei ist es so wichtig, nicht nur rein rationale Entscheidungen zu treffen. Oftmals könnten wir auf diese Weise viel Geld sparen.

Daher meine dringende Empfehlung an Sie: Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl. Ist es nicht gut, schlafen Sie noch eine Nacht darüber. Sind Verstand und Bauch sich auch nach dieser einen Nacht nicht einig, fragen Sie sich: „Was will mir mein Bauch damit sagen?“

Hört sich verrückt an? Ok, einverstanden. Jedoch besser verrückt, als später pleite.

 

3. Druck von außen

 

„Das Angebot gilt nur noch bis…“

„Diesen Zinssatz kann ich Ihnen nur bis zum…. zusagen.“

„Entschließen Sie sich noch heute, dann…“

Haben Sie solche Sätze schon mal gehört? Auch in der Finanzdienstleistungsbranche gibt es so etwas Ähnliches, wie den Jahresschlussverkauf im Einzelhandel. Gerade bei Banken und Versicherungen, die noch nicht alle Jahresziele erreicht haben, lassen sich etwas ganz „Besonderes“ für Ihre Kunden einfallen.

Ich persönlich bekomme bei solchen Aktionen einen Brechreiz. Hat das noch etwas mit Kundenberatung auf Augenhöhe zu tun? Soll das tatsächlich zu Ihnen und Ihrer aktuellen Lebenssituation passen? Wurde eine sinnvolle Bedarfanalyse mit Ihnen durchgeführt?

Mein Tipp für Sie: Drängt Sie Ihr Berater zum Abschluss, seien Sie besonders wachsam. Diese speziellen Angebote wollen an den Mann bzw. an die Frau gebracht werden. Das ist „Finanzberatung to go“, mit dem einzigen Ziel, einen schnellen Abschluss zu generieren.

 

4. Fehlende Informationen

 

Ein wichtiges Thema für die Menschen in Deutschland ist der Aufbau einer vernünftigen Altersvorsorge. Rentenversicherungen sind hierfür ein sehr beliebtes Produkt. Doch welche Art der Rentenversicherung kommt für Sie in Frage? Eine fondsgebundene, die Riester-Renter oder Rürup-Rente, auf privater Basis oder über Ihren Arbeitgeber? Sie haben die Wahl.

Erinnern Sie sich noch an Ihre Beratung zu Ihrem Rentenversicherungsvertrag? Wie ist diese verlaufen? Wurden Sie über alle Möglichkeiten der Vertragsgestaltung informiert?

Ich selbst war früher für nur eine Versicherungsgesellschaft tätig. Aus Erfahrung kann ich Ihnen sagen, dass die Beratungen teilweise sehr oberflächlich verlaufen sind. Versicherungsfachleute werden so geschult, dass diese in der Lage sind, Ihnen jedes Produkt schmackhaft zu machen.

Sie müssen kein Versicherungfachman oder -frau werden. Doch sollten Sie Ihre Möglichkeiten kennen. Denn nur auf einem soliden Informationsfundament lässt sich eine tragfähige Entscheidung treffen. Sie wollen doch nicht auf Sand bauen, oder?

Und genauso verhält es sich auch bei allen anderen Finanzentscheidungen, wie z. B. Immobilienfinanzierung, Vermögensaufbau, Einkommensabsicherung, etc.

 

 

5. Andere Erwartungen

 

Finanzberatung ist absolute Vertrauenssache. Wenn ein Neukunde zu mir kommt, hat dieser gewisse Erwartungen an mich und meine Beratung. Diese sind mir jedoch zu Beginn eines Gesprächs erstmal vollkommen unbekannt.

Früher war ich für nur eine Versicherungsgesellschaft tätig.  Mir wurden Kunden zugewiesen, für die ich absofort zuständig war. Die Kunden selbst wurden nicht gefragt, ob sie mich als Beraterin haben wollten. Heute eine Horrorvorstellung für mich.

Die Menschen sind zum Glück oder leider nun so gestrickt, dass sie es einem nicht direkt sagen, wenn sie etwas stört oder sie mit ihrem Gegenüber einfach nicht klar kommen. Zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn durfte ich für mich lernen, dass ich nicht jedem gerecht werden kann und nicht jeder meine Art mag.

Heute ist es bei mir so, dass meine Kunden mich als Ihre Beraterin auswählen. Das ist ein ganz besondere Basis miteinander zu arbeiten. In einem Erstgespräch klären wir, ob die Chemie zwischen uns stimmt und ob beide Lust aufeinander haben – rein beruflich versteht sich.

Meine dringende Empfehlung für Sie: Wenn Ihnen etwas nicht passt, sagen Sie es. Nur so kann ein Berater sich auf Sie einstellen. Sollten Sie dennoch miteinander nicht zurecht kommen, fragen Sie, ob es einen anderen Kollegen gibt, der Sie betreuen kann. Manche ergeben sich ihrem Schicksal und sind im Glauben, sie müssen mit diesem einen Berater klar kommen. Das ist jedoch nicht richtig! Sie haben immer die Wahl.

 

Ich wünsche Ihnen stets kluge Finanzentscheidungen.

 

Ihre

Sylvia Schneider

Die Finanzstrategin

Kostenfreies E-Book

Wie du als erfolgreich, aktive und taffe Solo-Unternehmerin es schaffst, mit diesen 7 einfachen Schritten 100.000€ und mehr an Vermögen in 7, 5 oder 3 Jahren aufzubauen und diesen Prozess beliebig oft wiederholen kannst.

Noch keine Kommentare vorhanden.

Was denkst du?

© 2018 Sylvia SchneideR