Welche Finanzentscheidung ist zum Jahresende die Richtige: Vermögen aufbauen, Schulden tilgen oder ins eigene Unternehmen investieren?

Das Jahr 2017 neigt sich dem Ende zu. Du hast dieses Jahr sehr viel geschafft. Zudem bist du sehr glücklich über deine Umsatzentwicklung. Planmäßig wirst du 2017 mit einem guten Umsatzplus abschließen. Du stehst nun vor der Alternative: Schulden abzubauen, Vermögen aufzubauen oder in dein eigenes Unternehmen zu reinvestieren. Was ist nun die richtige Finanzentscheidung am Ende des Jahres?

Absolut wichtig zu wissen ist: Welche Finanzziele verfolgst du? Erst wenn du dir darüber im Klaren bist, kannst du deine richtige Finanzentscheidung treffen. Schauen wir uns im Folgenden alle drei Möglichkeiten etwas detailierter an. Wir stellen Vor- und Nachteile einfach gegenüber. Damit erhältst due einen besseren Überblick. Ich empfehle dir, bei der Entscheidungsfindung sich von einem Experten beraten zu lassen.

1. Finanzentscheidung: Vermögensaufbau

Ist dein vorrangiges Ziel wohlhabend zu sein, kann es sein, dass du dein Geld besser in den Vermögensaufbau steckst. Denn es gilt der Satz: Wohlhabend werden wir nicht von dem, was wir verdienen, sondern von dem was wir behalten (sparen).

 

Vorteile:

 

Um so früher du dein Geld ansparst, um so besser wirkt sich der Zinseszinseffekt für dich aus. Die Zeit spielt dir dabei positiv in die Hände. Legst du heute 30.000,–€ an und lässt diese 30 Jahre zu 10% Zinsen einfach nur liegen, ist dein Vermögen auf 523.482,–€ angewachsen. Hast du dagegen nur noch 15 Jahre Zeit, dann sind es am Ende 125.317,50 €.

Durch den Zinseszinseffekt musst du selbst weniger investieren, um deine Finanzziele zu erreichen. Möchtest du ein Vermögen von 1 Million € erreichen, dann sparst du  bei 25 Jahren Laufzeit monatlich 587,–€ (12% Rendite) = eine Gesamteinzahlung von 176.100,–€. Möchtest du das gleiche Ergebnis innerhalb von 10 Jahren erreichen, zahlst du monatlich 4.459,–€ (12% Rendite). Das entspricht einer Einzahlung von 535.080,–€

 

Es ist ein sehr gutes Gefühl, wenn man weiß, dass das eigene Vermögen stetig wächst. Das eigene Selbstwertgefühl steigt enorm.

 

Nachteile:

 

Erwirtschaften deine Finanzverträge weniger als 6% Rendite, ist das ganze eine Nullnummer. Etwa 3% bekommt das Finanzamt und der Rest dient zum Inflationsausgleich.

Durch die Niedrigzinsphase erhalten Sparer auf vielen Sparverträge 0,1% bis 2,5%. Sollte das bei dir auch der Fall sein, sparst du dich sogar ins Minus.

Stehen dem  Darlehensverträge gegenüber, die eine sehr hohen Zinssatz aufweisen (3% und mehr) ist es ratsam nachzurechnen, ob es sinnvoll ist, eine Sondertilgung zu leisten. Dazu musst du  jedoch vorher in deinem Kreditvertrag nachlesen, ob und in welcher Höhe due eine solche Zahlung leisten darfst.

 

2. Finanzentscheidung: Schulden abbauen

 

In über 17 Jahren Berufserfahrung habe ich sehr viele Menschen kennen gelernt. Es gibt ein Typ Mensch, der mit Schulden überhaupt nicht oder nur sehr schwer klar kommt. Wie sieht es bei dir aus?

 

Vorteile:

 

Mit dem Geld anderer Leute (und Schulden sind nun mal nichts anderes) ist es dir oftmals überhaupt erst möglich, ein Unternehmen aufzubauen. Die Anfangsinvestitionen sind teilweise so hoch, dass die eigenen Rücklagen hierfür nicht ausreichen.

Die Kreditzinsen kannst du als Betriebsausgaben gelten machen. Das senkt deine Steuerlast.

Kredite ermöglichen dir – je nach Branche – wettbewerbsfähig zu bleiben. Beispiel: Neueste medizinische Ausstattung einer Zahnarztpraxis.

 

Nachteile:

 

Mehrere Neugründer berichteten mir unabhängig voneinander: Sie haben zu Beginn Ihrer beruflichen Karriere zu groß gegründet. Die Verlockung war einfach zu verführerisch.  Es musste die stylisch hochgestochene Büroausstattung sein, der Porsche vor der Tür, um etwas zu repräsentieren, usw. Die Rückzahlung von Krediten war zeitweise eine sehr starke Belastung – finanziell wie psychisch.

Viele Menschen kennen den Unterschied zwischen guten und schlechten Schulden nicht. Konsumschulden wie: Urlaub auf Pump, das geleaste Auto, die teure Einbauküche zu scheinbar günstigen Finanzkonditionen sind einfach schlechte Schulden. Dagegen stehen Investitionen, die Ihnen von Beginn an Kapitalrückfluss bieten wie bspw: die Finanzierung eines vermieteten Pflegeappartments.

Die Rückzahlungsraten haben Schuldner oftmals fest im Griff. Sehr oft habe ich Menschen getroffen, die unglaublich hohe Rückzahlungsverpflichtungen eingegangen sind. Diese haben sich über Jahre hinweg ex orbitant aufgebaut. Es war nur ein Frage der Zeit, bis diese Menschen mit diesem Konstrukt baden gegangen sind.

 

3. Finanzentscheidung: Ins eigene Unternehmen reinvestieren

 

Dein Business brummt. Du hast 2017 sehr gute Arbeit geleistet. Dafür meinen herzlichsten Glückwunsch. Du kannst wahnsinnig stolz auf dich sein. Über 90% meiner Mandanten sind selbstständig. Für viele liegt es nahe, den erwirtschaften Überschuss wieder ins eigene Unternehmen zu investieren. Doch macht das wirklich immer Sinn?

 

Vorteile:

 

Neue Investitionen heben das eigene Business auf das nächste Level. Beispiel: Ein Arzt sucht sich einen oder mehrere Kooperationspartner, um dann in eine große Gemeinschaftspraxis umzuziehen. Dadurch ist die Versorgung der Patienten deutlich besser gewährleistet (Hautarzt schließt sich mit einem medizinischem Kosmetikstudio zusammen).

Schaffung neuer Arbeitsplätze: Aufträge nehmen zu, der Verwaltungsaufwand steigt und die Buchhaltung leidet. Jetzt wird es Zeit über geeignetes Personal nachzudenken

Steigerung der Qualität: Abseits der eigenen Fähigkeiten sollte man sich gut überlegen, an welcher Stelle man Experten einsetzt und Geld in die Hand nimmt (Beispiele: Optimierung der eigenen Webseite, Buchhaltung abgeben, Finanzexperten engagieren, usw.)

 

Nachteile:

 

Gerade zu Beginn sollten Neugründer ihr Geld zusammenhalten und Rücklagen bilden, falls Aufträge zeitweise ausbleiben. So kann jede Durststrecke überwunden werden.

Über 80% aller Selbstständigen verfügen über keine ausreichende Notfallreserve. Diese sollte sechs bis 12 Monatsumsätze betragen. Daher legen Sie auf die Bildung dieser Rücklagen primär ein Augenmerk vor allem anderen. Beispiel: Fällt der Rechtsanwalt aus gesundheitlichen Gründen für mehrere Monate aus, kommen keine weiteren Umsätze mehr nach. Alles steht und fällt mit dem Chef persönlich.

 

Prüfe, ob die geplante Investition dir auch zeitnah einen monetären Vorteil verschafft. Oftmals befriedigen diese „nur“ die eigenen Wünsche (Beispiel: größeres Auto, neuen hochmodernen Kaffeevollautomaten, etc.)

 

Fazit:

 

Wer arbeitet, gutes Geld verdient darf und soll sich auch etwas gönnen. Keine Frage. Doch oftmals gönnen wir uns viel zu früh viel zu teuere und große Anschaffungen, die uns keinen monetären Nutzen bringen. Sondern eher im Gegenteil: Irgendwann können diese sogar wie ein Klotz am Bein sein.

 

Welche Entscheidung nun für dich die Richtige ist, kann ich aus der Ferne leider nicht beurteilen. Doch fünf neuen Mandanten biete ich im Dezember 2017 noch Unterstüzung an, in diese Frage Klarheit zu bekommen.

 

Sichere dir einen der begehrten Plätze und bewerbe dich hier für ein kostenfreies Erstgespräch. Dadurch legst du gleichzeitig ein starkes finanzielles Fundament für 2018.

 

Ich wünsche dir eine wunderschöne Adventszeit.

 

Herzlichen Grüße

Sylvia

 

Kostenfreies E-Book

Wie du als erfolgreich, aktive und taffe Solo-Unternehmerin es schaffst, mit diesen 7 einfachen Schritten 100.000€ und mehr an Vermögen in 7, 5 oder 3 Jahren aufzubauen und diesen Prozess beliebig oft wiederholen kannst.

Noch keine Kommentare vorhanden.

Was denkst du?

© 2018 Sylvia SchneideR